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Wenn die Tage wieder länger werden und man es sich mit einem guten Buch gemütlich macht, ist es wieder Zeit für Heißgetränke, die die Kälte aus den Knochen vertreiben. Natürlich kann man nun zu seinen besten Teemischungen greifen, aber wir sind ja Kaffeeliebhaber! Kaffee geht immer, aber ab und an darf es ruhig schon einmal etwas Besonderes sein. Ich saß letztens am Abend so in meinem Lesesessel und war in einen tollen Krimi vertieft, in dem der Komissar ein unglaublicher Liebhaber von Irish Coffee war.

Naja, lange Rede kurzer Sinn: ich bekam natürlich auch total Lust auf einen Irish Coffee. Doch wollte ich dafür auch meine Wohnung nicht verlassen. Also legte ich das Buch weg und schaute mich ein bisschen um, was man für einen guten Irish Coffee eigentlich braucht und wie man ihn am besten zubereitet. Und da ich es nun schon einmal herausgefunden und ausprobiert hatte, haue ich auch gleich in die Tasten und lasse euch an meinem Rezept teilhaben.

Was ist Irish Coffee?

Irish Coffee ist ein typische Heißgetränk für den Herbst und auch für kalte Wintertage. Er macht wach, seine tolle Süße lässt uns glücklich werden und der enthaltene Alkohol hebt die Stimmung. Koffein, Alkohol und Zucker sind die drei entscheidenden Bestandteile, welche die tristen, verregneten und kalten Nachmittage und Abende erträglicher machen. Aus irgendeinem Grund ist das Heißgetränk in den letzten Jahren immer mehr von den Getränkekarten verschwunden. Aber wie es mit vielen Sachen so ist, bekommt auch der Irish Coffee derzeit wieder einen Aufschwung, weil er als trendiger Kaffee-Cocktail wiederentdeckt worden ist.

Geboren wurde der Irish Coffee in einem Flughafenrestaurant des Flughafens Foynes in den 1940er Jahren. Joe Sheridan war damals Chef in dem Restaurant und servierte durchgefrorenen amerikanischen Gästen einen heißen Kaffee mit einem Schuss irischem Whisky. Obenauf setzte er noch ein Sahnehäubchen, um die Gäste aus Übersee zufriedenzustellen. Die Amerikaner fragten, ob er ihnen brasilianischen Kaffee serviert hat, was der Ire natürlich verneinte und der Kaffee natürlich ein irischer wäre. Klar, mit irischem Whisky ist es ja auch irgendwie so. Fortan wurde das Getränk dauerhaft in die Karte aufgenommen.

Der Durchbruch des Irischen Kaffees

Auch wenn er in den 1940er Jahren das erste Mal serviert wurde und die amerikanischen Gäste ganz sicher von dem köstlichen Getränk berichteten, gelang dem Irish Coffee erst in  den 50er Jahren der Durchbruch. Ein Reisejournalist aus Amerika entdeckte den speziellen Kaffee auf einer Reise in Irland und berichtete einem Barbesitzer davon. Zusammen versuchten sie, den Geschmack und die Zusammensetzung nachzuahmen und nach etlichen Versuchen gelang dies dann auch. Nun begann der Siegeszug des Kaffees mit Sahne und Whisky seinen Siegeszug um die ganze Welt und wurde innerhalb  kürzester Zeit zum Kultgetränk.

Zutaten und Zubereitung eines Irish Coffee

Für einen Irish Coffee braucht man nicht viele Zutaten und es ist auch keine ganz besonders hohe Kunst ihn zuzubereiten. Ein ordentliches Glas solltet ihr aber schon haben.  Ein dickwandiges Glas mit Fuß und einem Henkel, denn der Kaffee wird sehr heiß serviert, ist optimal.

Irish Coffee im klassischen Glas

Was brauche ich für einen Irish Coffee?

Ihr braucht nur vier Zutaten, um euch einen irischen Kaffee zu machen: Kaffee, Whisky, Zucker und Sahne.

  • 4 cl Irischer Whisky nach eurem Geschmack (aber möglichst nicht ganz so rauchig oder torfig)
  • 9 cl heißer Kaffee
  • 1 Teelöffel brauner Zucker
  • 3 cl Sahne

Wie mache ich einen Irish Coffee?

Ganz klassisch wird ein Irish Coffee mit einem sehr stark aufgebrühten Filterkaffee gemacht. Ihr könnt aber auch einen aus dem Automaten oder aus der French Press nehmen. Wichtig ist: er muss wirklich stark sein. Habt ihr den Kaffee, dann geht es jetzt daran, den Whisky mit einem Teelöffel Zucker zu erwärmen. Am besten nehmt ihr braunen Zucker, denn der schmeckt einfach aromatischer.  Beim Whisky seid ihr frei, nur ganz so rauchig oder torfig sollte er nicht sein, denn das mindert den Geschmack doch ein wenig. Ich hatte noch einen Tullamore Dew rumstehen, also wanderte dieser in meinen Kaffee. Erhitzt den Whisky aber nicht so stark, dass er zu Kochen anfängt und der Alkohol verfliegt. Lediglich der Zucker soll schmelzen, mehr nicht. Sobald die Mischung anfängt zu Dampfen, muss sie sofort vom Herd!

Nun gießt ihr Kaffee und Whisky-Zucker-Mischung in ein vorgewärmtes Glas und rührt gut um. Obendrauf setzt ihr die geschlagene, aber nicht gesüßte Sahne. Sie sollte nicht zu fest sein. Sie schwimmt nun auf der Oberfläche des Kaffees und vermischt sich langsam mit ihm. Viele rühren nun um. Das könnt ihr natürlich auch tun, aber probiert wenigstens einmal, wie es schmeckt, wenn ihr die Sahne nicht unterrührt, sondern den Whiskykaffee durch die Sahneschicht hindurch trinkt.

Das wars auch schon für heute. Ich verspreche euch, dass ich noch so einige Kaffeespezialitäten ausprobiere und schon ausprobiert habe und euch ganz sicher verraten, wie man sie zubereitet.

Irish Coffee – das beste Rezept!
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