Seite auswählen

Was gibt es an einem heißen Sommertag Schöneres als ein Eis? Einen Eiskaffee natürlich, was denn sonst? Wir kennen den Klassiker in den deutschen Eisdielen mit Vanilleeis und einer Sahnehaube. Doch das ist nicht die einzige und auch nicht die ursprüngliche Variante des kalten Erfrischungsgetränkes. Es gibt zwar nicht so viele Eiskaffeezubereitungsarten wie Länder in Europa, aber doch schon einige sehr verschiedene Interpretationen eines kalten Kaffees. Natürlich stellen wir euch die Zubereitungsarten und Varianten in diesem Artikel gerne vor.

Der Ursprung des Eiskaffees – Griechenland

Es geht die Geschichte um, dass der Eiskaffee auf den in Griechenland gern getrunkenen Café Frappé zurückgeht. Dafür nahmen und nehmen die Griechen einfach sprühgetrockneten Instant-Kaffee und schlagen diesen mit Zucker und Wasser schaumig. Das Gemisch wird mit Milch und kaltem Wasser aufgegossen. In seltenen Fällen wird noch eine Kugel Eis dazu gegeben. Die Griechen genießen ihren Café Frappé gern in geselliger Runde in den Straßencafés. Diese Art des Eiskaffees ist auch über Griechenland hinaus bekannt und wird gern im mediterranen Raum Europas und Südostasiens getrunken. Die Zubereitung ist denkbar einfach. gebt den Instantkaffee mit Wasser und wen ihr wollt auch Zucker in einen Cocktail-Shaker und schüttelt das Ganze bis ein Schaum entsteht. Füllt alles in ein hohes Glas, gießt mit Wasser auf und gebt Eiswürfel hinzu – fertig! Ihr könnt das Wasser-Kaffee-Zucker-Gemisch auch mit einem Milchaufschäumer aufschlagen.

Eiskaffee – Variantenreichtum im Glas

Von Griechenland aus trat der kalte geschüttelte Kaffee seinen Siegeszug durch Europa an. Dabei entstanden unzählige Varianten des köstlichen Getränks. Mit kaltem Filterkaffee zubereitet oder mit heißem Mokka übergossenes Eis, verfeinert mit Sahne und Vanilleeis – es gibt viele Varianten des belebenden Getränks mit dem Kick purer kalter Erfrischung. Kommt mit uns auf eine kleine Reise von Italien über Österreich und Deutschland bis nach Amerika.

Cafè Freddo

In Italien gibt es ihn an jeder Ecke, den Café Freddo. Die Zutaten und die Zubereitung sind sehr simpel. Café Freddo ist einfach ein auf Eiswürfeln servierter Espresso, der mit etwas Agavendicksaft gesüßt wird. Ihr müsst das unbedingt einmal ausprobieren. Dieser einfachste Eiskaffee der Welt, wenn man von der Zubereitung eines wirklich köstlichen Espressos einmal absieht, ist herrlich erfrischend und belebend.

Wiener Eiskaffee

Die Geburtsstunde des bekannten Eiskaffees mit Vanilleeis liegt in Wien im Jahre 1790. Der Italiener Milani hatte in Wien ein Limonadenzelt. Er bot eines Tages dort mit heißem Mokka übergossenes Vanille-Eis an. Eine wunderbare cremige Mischung entstand dabei, in die sich die Wiener sofort verliebten. Gekrönt mit Sahnehäubchen, Schokostreuseln und Eiswaffeln wurde er zu einem echten Hype. Mittlerweile gibt es auch von diesem Rezept Abwandlungen. So wird Vanilleeis in den noch warmen Kaffee gegeben und Zucker und Milch dazugemischt. Das Ganze wird durchgerührt und für zwei Stunden in den Tiefkühler gegeben. Vor dem Servieren wird diese Melange noch einmal kurz aufgeschlagen.

Deutscher Eiskaffee

In Deutschland wird der Eiskaffee mit ganz normalem Filterkaffee zubereitet. Dieser wird etwas stärker als sonst gekocht und abgekühlt. Wahlweise kann man ihn noch mit Milch anreichern und süßen. Diese klassische deutsche Form nahmen die Eisdielen zur Grundlage, um den Eiskaffee so zuzubereiten, wie wir ihm heute in jedem Eiscafé serviert bekommen. Es werden ein oder meist zwei Kugeln Vanille eis hinzu gegeben und alles mit Sahne und Eiswaffel garniert. Oft kommt auch noch ein hauch Schoko- oder Karamellsoße darüber. Hier verwischen dann die Grenzen zwischen einem eiskalten Kaffee und einem normalen Eisbecher doch schon sehr stark. Durch das Rühren im Kaffee zerfließt das Eis und wir kommen schon ganz nah an einen cremigen Milchshake mit Kaffeegeschmack heran und begeben uns auf unserer Reise nun über den großen Teich nach Amerika.

Café Frappé im amerikanischen Stil

In Amerika sind Milchshakes wahnsinnig beliebt. Sie bestehen aus Milch, Fruchtpüree und Eiswürfeln. Durch kräftiges Schütteln werden die Zutaten vermischt und ergeben eine cremige fruchtige Mischung. Diese Art des Getränkes, welches zugleich ganz schön sättigend ist, kam erstmals im 19. Jahrhundert auf. 1885 wurde der Begriff milk shake das erste Mal in einer Zeitung erwähnt. In den französischsprachigen Regionen wie in Kanada, der Schweiz und auch in der Gegend um Boston wurde milk shake ins Französische übersetzt und wird dort Lait Frappé genannt. Wenn man nun die Milch durch sahne ersetzt und das Fruchtpüree durch Kaffee, entsteht der Café Frappé im amerikanischen Stil, den ihr ganz sicher auch in einem eurer Coffee-Shops im Sommer genießen könnt.

Eiskaffee mit Schuss und andere Variationen des Getränks

Schwarzwälder und Berliner Eiskaffee

Beim Berliner Eiskaffee wird das Vanilleeis durch Mokka-Eis ersetzt. Das gibt ihm nochmal einen Extra-Geschmack nach Kaffee. Da bieten sich doch auch weitere Eissorten an, mal in den Eiskaffee zu plumpsen. Wie wäre es denn einmal mit Nuss-Eis, Schokoladeneis oder Karamell-Eis.

Der Schwarzwälder versieht seinen Eiskaffee mit einem Schuss Kirschlikör. Was denn auch sonst? Vanilleeis, Schokostreusel und Sahnehäubchen machen die typische Schwarzwaldmischung dann perfekt. Auch hier fallen uns doch gleich noch ein paar mehr Sorten Alkoholischer Getränke ein, mit denen man seinen Eiskaffee verfeinern könnte. Ganz sicher passen mandel, Kaffee- oder Whiskyliköre hervorragend dazu. Oder versucht doch mal eine weiterer fruchtige Variante mit Orangenlikör bei eurem nächsten Eiskaffee.

Frozen Cappucchino und Iced Mocca

Für einen Frozen Cappucchino braucht ihr einen Espresso, eine dreiviertel Tasse Milch, braunen Zucker und ungefähr 60 Gramm Eiswürfel. Das sind drei Stück aus einer Standard-Eiswürfelbox für den Tiefkühlschrank. Mit einem elektrischen Mixer wird alles gut vermischt und aufgeschlagen. Lasst es kurz stehen und füllt es in ein Glas. Probiert ruhig auch ein wenig aus. Statt Zucker könnt ihr ja zum Beispiel Sirup verschiedenster Art hineingeben und so dem Frozen Cappucchino immer wieder einen anderen Geschmack verpassen.

Oder probiert doch einmal einen Iced Mocca aus. Hierbei kommt zu dem erfrischenden Geschmack des Kaffees noch der leckere Kakao hinzu. Gebt zu Kaffee und Eiswürfeln statt purer Milch einen Kakao hinzu. Die beiden Geschmacksrichtungen Kaffee und Kakao harmonisieren auf eine wirklich tolle Art und Weise.

Besonderer Trend aus Johannesburg – Coffee in a Cone

Habt ihr euren Kaffee schon einmal aus der Waffel getrunken? Wenn nicht, dann solltet ihr das nachholen. Erfunden hat das kultige Getränk der Johannesburger Barista Dayne Levinrad. Er war auf der Suche nach einer coolen Idee für ein Foto auf Instagram. Es sollte natürlich etwas mit Kaffee zu tun haben, aber eben ganz anders sein als die typischen Bilder von Kaffee, die man überall sieht. Also goß er eine Eiswaffel nach und nach mit vier verschiedenen Sorten Schokolade aus und dann den heißen Kaffee hinein. Was das jetzt mit Eiskaffee zu tun hat, fragt ihr euch? Ist doch ganz einfach: nehmt eine Eiswaffel, lasst Schokolade hineinlaufen und dreht sie, so dass die Waffel von innen eine Schutzschicht bildet. Nun kommt eine Kugel Eis hinein und kalter Kaffee darauf. Ein wenig Sahne darauf geben und mit Schokostreuseln verzieren. Fertig ist die Sensation auf eurer nächsten Gartenparty!

Ihr seht, die Bandbreite von Eiskaffee ist wirklich groß. Wir könnten hier noch ewig weiter erzählen und euch noch viel mehr Rezeptvorschläge und Ideen präsentieren. Aber jetzt seid ihr gefragt. Probiert doch einfach etwas von unseren Varianten und Zubereitungsarten für Eiskaffee aus oder kreiert euer ganz eigenes Rezept. Lasst uns an euren Kaffee-Experimenten teilhaben und verratet sie uns in den Kommentaren. Wir gehen jetzt erstmal in ein Café und bestellen uns einen Espresso, in den wir eine Kugel Vanille-Eis geben.Huch, das war doch schon wieder eine Rezept für eine Eiskaffee-Variation!

Eiskaffee – Die perfekte Erfrischung im Sommer
5 (100%) 1 vote